Luing - Hallerstein-LUING Direktvermarktung

Landwirtschaft im Einklang mit der Natur
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Herkunft
In der Rinderrasse Luing kombinieren sich die Anspruchslosigkeit, Robustheit und Anpassungsfähigigkeit der Highland Cattle mit der guten Fleischqualität des Beef Shorthorn. Die Kühe kalben leicht und weisen hervorragende Muttereigenschaften auf. Die Luingkuh ist ein guter Futterverwerter und kann unter schwierigen Bedingungen mit geringen Futteransprüchen ein gesundes Kalb gebären und aufziehen. Rassetypisch ist die Langlebigkeit und die Gutartigkeit der Tiere. Mit seiner Zucht wurde 1947 auf der vor der Westküste Schottlands gelegenen Insel Luing begonnen. Die Tiere sind in Deutschland eher selten, in Österreich und der Schweiz haben sie sich jedoch stärker etabliert.


Das Verhalten
Die Tiere zeigen im Freiland ihr natürliches Verhalten, welches vor allem vom Herdentrieb und einer klaren Rangordnung geprägt ist. Oft geht es laut zu auf unseren Weiden, wenn die Tiere einander rufen. Die Leitkuh signalisiert durch Ihr Rufen, daß es Zeit ist, den Liegebereich zu verlassen und zu grasen. Auch die Kommunikation zwischen Mutterkuh und Kalb ist ausgeprägt, insbesondere dann, wenn Sie Durst haben und auf ein volles Euter mit frischer Milch warten. Dieses natürliche Verhalten ist in der Stallhaltung nicht zu beobachten.



Lebensalter
Unsere Weideochsen erreichen die Schlachtreife mit ca. zwei bis drei Jahren. Dann hat das Fleisch ausreichend Aroma und die Verfettung der Tiere ist noch nicht eingetreten.  Unser Zuchtbulle jedoch darf viele Jahre als Chef der Herde leben. Die Mutterkühe dürfen ein hohes Lebensalter erreichen. Unsere älteste Kuh ist derzeit 12 Jahre alt.  Für uns ist die Gesamtlebensleistung wichtiger als Rekordleistungen in kurzer Zeit, die zu Lasten der Tiergesundheit gehen.

Robustheit
In Hallerstein haben wir häufig einen kühlen Fallwind, den sogenannten "Waldwind". Um unter diesen Bedingungen in ca. 600m Höhe ü.M. Tiere ganzjährig im Freiland halten zu können, benötigt man robuste, gegen Kälte unempfindliche Tiere. Die Luings sind speziell für das regnerische und windige Wetter der schottischen Westküste gezüchtet und passen daher hervorragend in unser rauhes hochfränkisches Mittelgebirgsklima. Die ganzjährige Weidehaltung unter artgerechten Lebensbedingungen danken uns die Tiere durch Gesundheit und Vitalität.



Fütterung
Extensive Fütterung: Bei uns gibt es keine Mast! Wir verzichten auf jegliches Kraftfutter aus Getreideschrot oder Mais. Den üblichen Einsatz von importiertem Soja lehnen wir grundsätzlich ab. Unsere Tiere erhalten ausschließlich Grundfutter von artenreichen Wiesen und aus Feldfutter unser Bio-Wiesen und -Felder. Dies ist eine Besonderheit, da die meisten Tierhalter für ein schnelleres Wachstum und ein höheres Endgewicht der Tiere Leistungsfutter zufüttern. Somit verdient unsere Haltungsform den Namen "extensiv".


Im Sommer fressen die Tiere auf unseren saftigen Weiden. Wir arbeiten vorrangig mit Kurzrasenweiden, d.h. der Pflanzenbestand wird dadurch, dass die Tiere den täglichen Aufwuchs fressen, sehr kurz gehalten. Durch die ständige Bestockung der Pflanzen erreicht man damit eine sehr dichte und gesunde Grasnarbe.

"Weil Kühe länger leben, wenn sie täglich ins Gras beißen"




Im Winter fressen unsere Luings Wiesengras- und Kleegrassilage, Heu und Ganzpflanzenhirse aus eigenem Anbau. Damit stellen wir eine strukturreiche Mischung her und legen das Futter in den Futterraufen und Futterwägen vor. Uns ist wichtig, daß alle Tiere, also auch die Bullen und Ochsen, einen hohen Anteil an gesundem, kräuterreichem Heu bekommen.





Fortpflanzung
Unsere Mutterkühe werden im Natursprung befruchtet. Dazu halten wir einen Zuchtbullen, der die Herde betreut. Viele Jahre lang war unser Aragon, ein stattlicher Luingbulle, Chef der Herde. Seit 2014 ist bei uns Diego im Einsatz, ein sehr lieber Welsh-Black-Bulle, der frische Gene in unsere Herde bringt. Ab 2019 wird weider ein junger Luing-Bulle im Einsatz sein. Jedes neugeborene oder zugekaufte Tier erhält einen Namen. Der Anfangsbuchstabe rückt jedes Jahr einen Buchstaben im Alphabet weiter. Viele unserer Tiere haben Namenspaten. Unsere Muttertiere heißen z.b.: Angela, Babsi, Clara, Chily, Dory, Daisy, Elly, Esther, Fee, Filou, Grace, Greta, Hummel, Heidi.....

Kälber
Unsere Kälber dürfen - so wie es die Natur vorgesehen hat - bei der Mutter saugen. So entsteht eine tiefe soziale Bindung und sie erhalten dadurch alle notwendigen Abwehr- und natürlichen Inhaltsstoffe, die Garant für ein gesundes Wachstum sind. Die Säugezeit dauert bei uns mindestens 9 Monate. Natur pur!






Markus & Jana Kießling
Hallerstein 36
95126 Schwarzenbach/S.
09284 94 99 677
Artgerechte Tierhaltung
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